sieben – Getting Around

Da ich hier in Brisbane kein eigenes Auto habe, nutze ich die öffentlichen Verkehrsmittel viel häufiger als zu Hause.
Das öffentliche Verkehrsnetz in der Stadt ist sehr gut ausgebaut und lässt sich bequem nutzen. Das am häufigsten genutzte Transportmittel sind natürlich die Busse. Eine Unmenge von Linien fahren kreuz und quer durch die Stadt, zu den Hauptverkehrszeiten etwa alle 10 Minuten. Ich habe auch gleich eine Haltestelle vor der Haustür. Die Buslinie fährt direkt durch die Innenstadt bis in den Stadtteil West End, in dem zahlreiche Pubs, Kneipen usw. sind. Die Busse fahren abends bis etwa 23:30 Uhr, danach gibt es noch stündlich einen Nachtbus, der auch zwischen West End, Innenstadt und Fortitude Valley pendelt und dabei meinen Stadtteil New Farm berührt.
Das besondere an Brisbane ist natürlich der Fluss, der sich in großen Schleifen durch die Stadt schlängelt. Quasi als Ersatz für die nicht vorhandene U-Bahn fahren auf dem Brisbane River verschiedene Fähren. Die schnellen CityCat-Katamarane sind dabei die beliebtesten. Auch ich fahre meist mit einem dieser Boote zur Uni und wieder zurück. Daneben gibt es noch die langsameren CityHopper und einige Fähren (CityFerry) mit denen man auf die andere Seite gelangen kann. Unten auf der Karte kann man die Anlegestellen des CityCats sehen, ich fahre von Sydney Street (rechts) bis QUT Gardens Point (Mitte).
Der Brisbane River schlängelt sich durch die Stadt und ist dadurch eine wichtige Verkehrsader. Die nummerierten Kreise markieren die Anlegestellen. Blau ist die Fahrtroute der schnellen CityCat-Katamarane, rot ist der langsamere CityHopper.

Der Brisbane River schlängelt sich durch die Stadt und ist dadurch eine wichtige Verkehrsader. Die nummerierten Kreise markieren die Anlegestellen. Blau ist die Fahrtroute der schnellen CityCat-Katamarane, rot ist der langsamere CityHopper.

Eine der schnellen CityCat-Katamarane beim Anlegemanöver.

Eine der schnellen CityCat-Katamarane beim Anlegemanöver.

Eine weitere Besonderheit ist das CityCycle genannte System von Leihfahrrädern. In den inneren Bezirken der Stadt gibt es gefühlt an jeder zweiten Straßenkreuzung eine Station mit etwa 20 Rädern. An einem Terminal kann man sich anmelden und sich danach eines der Räder entriegeln und losradeln. Helme sind meist auch schon dabei. Am Ziel stellt man das Rad einfach in einen der freien Ständer, der daraufhin das Fahrrad wieder verriegelt. Das funktioniert wirklich gut, auch wenn die Räder natürlich übertrieben robust und schwer gebaut sind. Die Bremsen sind vergleichsweise schwach, aber mit den drei Gängen kann man auch nicht wirklich schnell fahren. Nur die überraschend vielen Hügel in der Stadt sind auf den Rädern ziemlich unangenehm (sowohl bergauf wegen des Gewichts als auch bergab wegen der Bremsen).

Solche Fahrradstationen gibt es überall im Stadtgebiet verstreut. Mit der Mitgliedskarte bzw. der GoCard kann man sich einfach ein Rad ausleihen und an einer anderen Station wieder abstellen. Die erste halbe Stunde ist dabei kostenlos.

Solche Fahrradstationen gibt es überall im Stadtgebiet verstreut. Mit der Mitgliedskarte bzw. der GoCard kann man sich einfach ein Rad ausleihen und an einer anderen Station wieder abstellen. Die erste halbe Stunde ist dabei kostenlos.

Ein weiteres Feature des Verkehrssystems hier ist allerdings die GoCard, mit der man einfach und total bequem bargeldlos alle Busse, Züge, Boote und die Fahrräder nutzen kann. Man hält die Karte einfach beim Ein- und Aussteigen an eines der Lesegeräte und schon wird der entsprechende Betrag abgebucht. Mittels Bankverbindung wird automatisch nachgeladen, wenn das Budget verbraucht ist. Das funktioniert bisher reibungslos und scheint wirklich gut durchdacht.

Bequemer Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln und Leihwagen per Chipkarte: Die GoCard für bargeldloses Benutzen von Bus, Bahn, Boot und Rad sowie die goget-Mitgliedskarte fürs Carsharing.

Bequemer Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln und Leihwagen per Chipkarte: Die GoCard für bargeldloses Benutzen von Bus, Bahn, Boot und Rad sowie die goget-Mitgliedskarte fürs Carsharing.

Zu guter Letzt gibt es ja doch ab und an mal die Situation, dass ich ein Auto brauche, zum Beispiel am Wochenende für Ausflüge. Dafür gibt es das goget carsharing. Auch hier meldet man sich online an und reserviert sich ein Auto über die Webseite für den gewünschten Zeitraum. Anders als beim klassischen Mietwagen muss man jetzt nicht in die Filiale gehen und irgendwelchen Papierkram ausfüllen. Standessen stehen die Autos in ganz normalen Parkhäusern im Zentrum auf festen Plätzen. Ein Lesegerät hinter der Windschutzscheibe öffnet das Auto, wenn man seine Mitgliedskarte davor hält und den Wagen natürlich vorher online reserviert hat. Im Preis sind auch 150 km inbegriffen und auch für das Benzin gibt es eine Tankkarte, so dass man keine weiteren Kosten hat. 80$ für einen ganzen Tag ist ein fairer Preis. Dafür gibt’s einen Toyota Yards, nix tolles, aber für Tagesausflüge absolut ok.

Faith the Yaris an seinem Parkplatz unter der Queen Street Mall.

Faith the Yaris an seinem Parkplatz unter der Queen Street Mall.